Glück

In der 64igsten Ausgabe des Lindenblatts dreht sich alles ums Glück.

Glück auf Dauer?Der Mensch ist biologisch nicht geschaffen, dauerhaft glücklich zu sein. Werfen Sie diese Erwartung über Bord. Jetzt. Wir sind so konstruiert, dass wir das Glück suchen sollen, dieses aber nicht behalten. Ansonsten wäre die Menschheit ausgestorben. Das ist eine frohe Botschaft.

Wir können aber erkennen, dass es uns nicht so schlecht geht, wie wir oft meinen. Typische Unglücksfallen sind Gewöhnung, Unersättlichkeit und Vergleichen. Das dauernde Streben nach Perfektion lässt einen vergessen, das zu schätzen, was man bereits hat und das für die ganz eigene Zufriedenheit vielleicht sogar das Beste ist.

Denken Sie an das Jahr 2012 zurück. Wie viele Tage waren perfekt? Genau. 80% der Tage sind Alltag. Niemand hat tagtäglich höchste Gefühle. Aber wir durchleben jeden Tag Hochs und Tiefs. Unsere ganz eigenen. Und wir wissen, was uns gut tut. Tun Sie schlicht mehr davon. Bewegen Sie sich an der frischen Luft, schliessen Sie Freundschaft mit sich selber. 

Erkennen Sie, wer von Ihren Freunden Ihnen gut tut. Treffen Sie sich öfters. Lustigerweise geben wir mehr unsere Zeit dafür aus, mit Leuten zusammen zu sein, die uns nicht gut tun.

Im vorliegenden Lindenblatt finden Sie sehr unterschiedliche Herangehensweisen und Gedanken zum Thema Glück. Viele Schlüsse stammen aus wissenschaftlichen Ansätzen und Experimenten.-

Lernen Sie, was Sie glücklich macht. Jeden Tag. Sofort. Viel Glück!

 

Ihre Lindenblatt-Redaktion

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Das Glück der Anderen

oder wie wir das Eigene in Frage stellen

Macht Geld glücklich?
Geld macht glücklich, wenn man wenig davon hat. Ist die Grundversorgung gesichert, bringt mehr Geld immer weniger Zuwachs an Zufriedenheit. Glauben wir das wirklich? Experimentiell gesichert ist, dass Geld einsam macht. Nur schon beim Gedanken an Geld wurden Versuchspersonen weniger hilfsbereit und baten auch weniger um Hilfe. Zudem entschieden sie sich, die Freizeit allein zu verbringen, anstatt mit Freunden. Paradoxerweise fühlen sich mehr Menschen deprimiert, wenn sie materiellen Wohlstand erreicht haben, als wenn sie danach streben.

Aber auch wenn ich Erster bleibe, mein Luxusartikel verliert an Wert. Kontinuierlich. So oder so umgibt einen die ständige Angst vor Verlust. Der Mensch ist so gepolt, dass Verlust stärker aufliegt als Gewinn. Einmal mehr die Macht der Evolution: Wer hat, der sollte besser nicht hergeben, will er sein Leben schützen. 

Immatrielles Glück

Wie investiert man noch in Glück? Viele kleine Glücksmomente sind besser als ein grosser. Übertragen bedeutet das, dass mit kleinen Investitionen in unser Glück viel mehr zu erreichen ist als mit grossen. Am nachhaltigsten nützt Geld, wenn es für andere ausgegeben wird. Klingt komisch. Probieren Sie es aus! Laden Sie einen lieben Menschen zu einer Tasse Kaffee ein. Danach fühlt man sich selber reicher, denn reich ist, wer weiss, dass er genug hat.

Wenn Sie mit etwas zufrieden sind, bleiben Sie dabei. Gut genug ist oft das Beste. Erwarten Sie nicht, dass irgendwas oder irgendwer Sie glücklich macht. Stellen Sie sich folgende Frage: will ich wirklich glücklich sein, oder nur glücklicher als die anderen? Wenn Sie sich permanent vergleichen, haben Sie einen schwierigen Stand. Wir halten andere grundsätzlich für glücklicher. Das aus dem einfachen Grund, weil wir von uns selbst mehr wissen, als von jedem anderen. Wir denken wir sind nicht gut genug, nicht liebenswert, dass unsere Gedanken und Zweifel abnormal sind, dass nur wir innerlich zerrissen sind. 

Hören Sie auf sich zu vergleichen und fertig zu machen. Den anderen geht es genauso wie Ihnen. Aber Andere gibt es schon genug.

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Wie sehen Sie das Glück?

Fragen an Herr Dr. Brunner

Was bedeutet Glück?




Kann man Glück kaufen?


Wie verbinden Sie Glück und Gesundheit? Hängen beide zusammen?




Was tun Sie für den Glücksquotient ihrer Lindenteams?




Persönliche Empfehlung für eine glückliche Weihnacht

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Licht- und Schattenseiten

auch das Glück hat ein Gegenüber


Zucker, Fett & Vitamin D
Zucker ist Hirnnahrung und Denkbenzin. Zucker ist Grundbedürfnis. Zuckermangel nimmt unser Glück in die Mangel. Zucker ist Glück im Blut. Landet er aber als Fett auf den Hüften, schlägt das auch auf die Stimmung. Entscheidend ist der glykämische Index der Lebensmittel. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren (in Nüssen oder Fisch) schmieren den Denkprozess. Sie sind Bausubstanz für die Botenstoffe und Nervenzellen. Für den täglichen Bedarf empfiehlt sich ein Omega-3-Fettsäuren-Präparat. Die Nervenzellen werden stabilisiert. Das schützt vor Depression. Winteraktuell ist auch ein Vitamin-D-Präparat empfehlenswert. Der Körper produziert zwar ungefähr 90 % selber, aber im Winter bewegen wir uns durchschnittlich viel zu wenig am Tageslicht. Das Licht in der Wohnung oder im Büro reicht bei weitem nicht für die Eigenversorgung des Körpers. Eine optimale Versorgung schützt vor verschiedenen Erkrankungen, u.a. Depression.


Schmerz
Wie ist Ihr Verhältnis zu Schmerz? Würden Sie der Aussage zustimmen, dass Schmerz einer der grössten Glückskiller ist? Schmerz will unsere absolute Aufmerksamkeit, sofort. Ist er chronisch, macht er uns mürbe, das Leben unerträglich. Allerdings ist er auch ein Segen, denn er schützt uns und bewahrt uns oft vor grösserem Unglück.




Depression
Rund jeder sechste Schweizer leidet (Stand: April 2012, Obsan) an einer mittel- bis sehr starken psychischen Störung. Neurologen und Psychiater unterteilen depressive Episoden in verschiedene Schweregrade, je nachdem wie stark die Symptome ausgeprägt sind und wie lange sie schon anhalten.

Kognitive Verhaltenstherapie


Interpersonelle Therapie

Welche Rolle kommt im Therapieprozess den Antidepressiva zu? Bei leichter Depression braucht man sie nicht. Bei schwerer Depression können Medikamente helfen, eine psychotherapeutische Situation überhaupt zu ermöglichen. Ohne ist ein Gespräch oft unmöglich. Wer schwer depressiv ist, tut sich keinen Gefallen, keine Medikamente zu nehmen. Sie wirken langsam, und oft braucht es Geduld, bis das ideale Mittel gefunden ist. Begeben Sie sich in kundige und vertrauensvolle Hände. 

Welchen Sinn macht eine Krankheit der Sinnlosigkeit? Am ehesten den einer Notbremse. Permanenter Stress und Überforderung führen zum Rückzug aus dem aktiven Leben. Der Betroffene spart Energie und hält zu seiner Unterstützung an.

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Wechselwirkung

bitte liebes Glück, beschütze meine Gesundheit


Glücklichsein hält fit und jung
Erinnern Sie sich an das letzte Mal, als Sie überglücklich gelaunt waren, aber trotzdem krank? Knifflige Frage. Tatsächlich schützt Glücklichsein vor Herzinfarkten, Infekten, Diabetes und Depression, dem Gegenteil von Glück. Gute Laune stärkt das gesamte Immunsystem. Das bringt aktuell, wenn Herbst und Winter Hand in Hand unterwegs sind und uns Erkältungserreger ins Gesicht pusten Widerstandskraft: Freuen Sie sich und der Schnupfen hat keine Chance. Wie genau funktioniert das Zusammenspiel von Glück und Gesundheit? Denn nicht jeder, der gesund ist, ist glücklich. Und nicht jeder, der krank ist, ist unglücklich.

Positive Einstellung

Glück aus der Apotheke
Ihr Lindenteam begrüsst Sie bei jedem Apothekenbesuch mit einem ehrlichen Lächeln. Damit ist der erste Schritt zur Besserung Ihrer körperlichen Beschwerden bereits getan. Das macht wiederum uns glücklich und schon befinden wir uns in einer Aufwärtsspirale. Lachen ist Glück. Und Glück macht gesund.

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Glück ist ein Abfallprodukt

 


Die neurobiologische Seite des Glücks

Weitere Untersuchungen zeigten die eigentliche Funktion dieses Zentrums: Im Mittelhirn (sehr tief im Gehirn) sitzen Neuronen, die den Neurotransmitter Dopamin produzieren und einerseits in den Nucleus accumbens, andererseits ins Frontalhirn weiterleiten. Diese Neuronen feuern, wenn ein Ereignis eintritt, das besser ist als erwartet. Vereinfacht gesagt, führt das dazu, dass unser Gehirn selbst Opium produziert, die Endorphine. Werden diese im Frontalhirn ausgeschüttet, dann macht das Spass!

Das Modul springt immer als Folge eines Vergleichs an. Das Erlebnis wird also bewertet und verglichen. Ist es besser, werden die Neuronen aktiviert. Die Folge davon ist, dass das Frontalhirn und der Arbeitsspeicher besser funktionieren, konkret heisst das, man denkt besser, verarbeitet die Information des Erlebnisses besser und lernt somit besser. Solange also nichts geschieht, was wir nicht schon kennen, passiert rein gar nichts. Geschieht aber etwas unerwartet Gutes, geht es los. Feuer frei! Wir werden wach, aufmerksam und verarbeiten optimal. Wir lernen besser. Und zwar alles, was gut für uns ist.

Zurück zum Titel. Evolutionstechnisch betrachtet, geht es bei der Aktivierung dieses Vorgangs hauptsächlich um das Lernvermögen, das das Überleben sichert. So gesehen ist das Glücksempfinden nur ein Neben- oder eben Abfallprodukt.


Lernen als Grundlage

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Glücksbringer

Wir selber machen das Glück zu einer raren Ware und wundern uns, wieso wir nur selten glücklich sind. Wieso bringen nur vierblättrige Kleeblätter Glück? Wann haben sie das letzte Mal ein Hufeisen gefunden? Oder einen echten verrussten Schornsteinfeger angetroffen? Wie sieht es mit Hasenpfoten aus? 

Schliesslich der Hase. Überzeugt Sie seine Pfote als Glücksbringer? Nüchtern betrachtet, hatte der Hase sogar vier davon. Was hat es ihm gebracht?

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