Heuschnupfen

 

und Pollenallergie

Heuschnupfen ist der Ausdruck einer allergischen Reaktion der Nasenschleimhaut auf Blütenstaub, der hauptsächlich von Gräsern aber auch von Bäumen stammt. Bei allergischen Personen tritt er jedes Jahr ungefähr zum gleichen Zeitpunkt auf; dieser wird durch die Blütezeit der Pflanzen bestimmt, auf die der Betroffene allergisch reagiert. Heuschnupfen kann auch erst nach der Pubertät auftreten und verliert mit zunehmendem Alter meistens an Heftigkeit. Wind erhöht die Pollenkonzentration in der Luft und verstärkt somit die Symptome, während Regen und Verblühen der Pflanzen eine reduzierende Wirkung haben.

Heuschnupfen löst eine allergische Rhinitis (Schnupfen) aus, die mit Juckreiz der Nasenschleimhäute und Niesanfällen beginnt. Die Augen sind meist mitbefallen, sie tränen, jucken, sind geschwollen und gerötet. Je nach Schweregrad der Erkrankung treten auch Kopfschmerzen und sogar Asthmaanfälle auf.

Die Behandlung ist vor allem symptomatisch und besteht in der Verabreichung von antiallergischen Tabletten, abschwellender oder corticoidhaltiger Nasentropfen oder –sprays und Augentropfen. Ebenfalls gibt es Präparate zur Vorbeugung, welche jedoch mehrere Tage vor Auftreten der Allergie angewendet werden müssen, um ihre volle Wirksamkeit zu entfalten.

Neben diesen chemischen Produkten gibt es auch diverse homöopathische und pflanzliche Arzneimittel zur Behandlung sowie auch zur Desensibilisierung. z.B. von Spagyrik, Similasan oder Schüssler Salz.

Heuschnupfen ist keine Bagatelle. Die Symptome sollten behandelt werden. Zum einen stellen die gereizten Schleimhäute und der ständige Schleim einen idealen Nährboden für Keime dar, mit den daraus resultierenden gesundheitlichen Folgen wie Infektionen der Nasennebenhöhlen oder Mittelohrenentzündungen.

Ein weiteres nicht zu unterschätzendes Risiko ist der sogenannte «Etagenwechsel». Dabei verlagern sich die Allergiebeschwerden vom Nasen-Rachenraum in die unteren Atemwege, also in die Lunge und verursachen dort ein allergisches Asthma.

Um die Leidenszeit erträglicher zu machen ist es auch wichtig dass man weiss auf welche Pollen man allergisch ist. Dadurch hat man Chancen den Kontakt mit den jeweiligen Pollen zu reduzieren.

Auf www.pollenundallergie.ch finden Sie u.a. die aktuelle Pollenprognose.  

Gerne beraten wir Sie in unseren Apotheken und Drogerien.

Tipps

zum Umgang mit den Pollen

  • Aktuelle Pollenprognose der Region beachten

  • Wäsche nicht draussen trocknen, da sonst Pollen an der Wäsche haften bleiben

  • Abends regelmässig die Haare waschen

  • Sonnenbrille im Freien tragen

  • Bei starkem Pollenflug keine sportlichen Aktivitäten im Freien

  • Ferien in pollenarmen Regionen machen (in den Bergen oder am Meer ist der Pollenflug schwächer)

  • Allergiker sollten den Rasen nicht selber mähen

  • In geschlossenen Räumen Turbulenzen wie z.B. von Ventilatoren vermeiden, weil dadurch die am Boden liegenden Pollen wieder aufgewirbelt werden

  • Pollenschutzgitter an den Fenstern montieren