Medikamenten-Entsorgung

Im Medikamentenschrank kann sich mit der Zeit so einiges ansammeln! Doch wie entsorgt man Tabletten, Salben, Tropfen und Co. richtig?

Medikamente, die nicht mehr verwendet werden oder deren Haltbarkeitszeit abgelaufen ist, gelten als Sonderabfall und müssen in die Apotheke zur Entsorgung zurückgebracht werden. Auf keinen Fall sollen flüssige Arzneimittel via Toilette entsorgt werden!

Allein schon durch die Einnahme von Medikamenten gelangen viele Stoffe via Urin in die Kläranlagen, wo sie nicht abgebaut werden können und so in Flüsse und Seen gelangen.

Mehr als 150 Wirkstoffe werden in nahezu allen Gewässern nachgewiesen, ein Großteil davon stammt aus Privathaushalten. Die falsche Medikamentenentsorgung kann also ein Umweltproblem verursachen und belastet zunehmend unser Grund- und sogar Trinkwasser. Zwar sind die Wirkstoffmengen für den menschlichen Organismus nicht unbedingt problematisch, aber die Substanzen können der Tier- und Pflanzenwelt gefährlich werden.

Hormonreste der Antibabypille zum Beispiel können nachweislich zur Verweiblichung männlicher Fische beitragen. Auch nicht abbaubare Röntgenkontrastmittel und über Jahre stabile Antibiotika wie Chinolone sind im Wasser zu finden. Die Wirkstoffe können sich dort und im Boden im Laufe der Zeit anreichern. Irgendwann ist das Puffersystem des jeweiligen Ökosystems erschöpft.

Deshalb: Bringen Sie ihre nicht mehr benötigten Medikamente zur kostenlosen Entsorgung in die Apotheke zurück und schonen Sie Natur und Umwelt!

In allen Lindenfilialen können Sie Ihre abgelaufenen oder nicht mehr gebrauchten Medikamente abgeben.

Folgende Filialen sind auch Gift- und Sonder- entsorgungsstellen in Haushaltsgrössen: