03.07.14: Krankheit des Monats: Hautkrebs

Sonnenanbeter aufgepasst: Sonnenbrände können Hautkrebs auslösen

 

Die Haut vergisst nie und nichts

Klar, wir alle finden die Sonne toll. Sie ist warm, hell und energiespendend. Aber, sie ist durch ihre UV-Strahlung auch massgebliche Mitverursacherin von Hautkrebs. Schon „nur“ ein Sonnenbrand ist ganz einfach einer zu viel. Besonders dann, wenn er in den ersten 20 Lebensjahren eingefangen wird. Hautschäden in diesem Alter erhöhen das Krebsrisiko markant.

Oberflächlich sieht es aus, als hätte sich die Haut nach einem ausgeheilten Sonnenbrand wieder erholt. Doch die Wahrheit sieht anders aus. Ganz anders: im tiefen Innern ist für den Spezialisten deutlich zu erkennen, dass der angerichtete Schaden unwiderruflich ist. Wiederholen sich die Sonnenbrände, kumulieren und festigen sich die Schäden in den Hautzellen. Der zelleigene Reparaturdienst setzt so viel wie möglich wieder instand. Kommt die Haut mit der Heilung aber nicht mehr nach, können sich die angegriffenen Zellen zu Krebs verändern. Sie entarten und wuchern unkontrolliert.

Todesursache Hautkrebs

Die Haut ist mit einer Fläche von etwa zwei Quadratmetern das grösste und eines der sensibelsten Organe des Körpers. Es überrascht deshalb kaum, dass kein Organ häufiger von Krebs betroffen ist, als unsere äussere Hülle. Wenn von Hautkrebs die Rede ist, handelt es sich in den meisten Fällen um das Basalzellkarzinom (Basaliom oder weisser Hautkrebs) oder das Stachelzellkarzinom (Spinaliom). Diese Arten von Hautkrebs bilden selten Ableger (Metastasen) und sind deshalb gut heilbar. Aber nur unter der Voraussetzung, dass sie frühzeitig erkannt wurden.

In der Schweiz erkranken jährlich 2‘100 Menschen an einem Melanom (schwarzer Hautkrebs). Rund 300 Menschen sterben pro Jahr an den Folgen dieser Krebserkrankung.

Trotz dieser Zahlen ist Hautkrebs in der Mortalitätsrate nicht unter den ersten Plätzen zu finden; Lunge, Brust, Prostata, Dickdarm und Magen führen diese traurige Rangliste gemäss den neuesten Zahlen an.

Früherkennung kann Todesfälle verhindern

Die Früherkennung – nicht nur bei Hautkrebs – ist extrem wichtig. Dies wird z.B. dadurch deutlich, dass in der Schweiz das Hautkrebsscreening (für definierte Risikogruppen) in den Leistungskatalog der obligatorischen Krankenversicherung aufgenommen wurde.

Verdächtige Hautveränderungen können auch durch regelmässige Selbstuntersuchung frühzeitig erkannt werden. Fachleute empfehlen, alle drei bis vier Monate die Pigmentmale am ganzen Körper mit Hilfe der ABCD-Regel zu untersuchen. Im Zweifelsfall empfiehlt sich, umgehend ein Arzt aufzusuchen.

Claudia Matter, Pharmaassistentin, Lindenapotheke Unterentfelden

ABCD-Regel

Selbstuntersuchung

A = Asymmetrie

harmloses Pigmentmal: regelmässige, symmetrische Form
verdächtiges Pigmentmal: nicht symmetrische Form

B = Begrenzung

harmlos: regelmässige, klare Ränder
verdächtig: unregelmässige, unscharfe Ränder

C = Color (Farbe)

harmlos: einheitliche Färbung
verdächtig: verschiedenfarbig, fleckig

D = Dynamik

harmlos: verändert sich nicht
verdächtig: verändert sich in Grösse, Farbe, Dicke, Form

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Passend zum Thema Hautkrebs das Lindenblatt von 2011

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