Zukunft

Integration ist ein Wort, das heute in aller Leute Munde ist. Wirtschaftliche Integration ist gefragt, in der Computerbranche wird von Migration und Integration gesprochen, es gibt intergrierte Schaltungen und in der Mathematik die Integralrechnung. Die Herkunft des Wortes ist lateinisch: integrare steht für erneuern, ergänzen, auffrischen. Integrare hat übrigens nichts mit integer zu tun, das auch aus dem Lateinischen stammt.

Momentan wird das Wort im politischen Umfeld vor allem im Zusammenhang mit der Zuwanderungswelle gebraucht. Aus aktuellem Anlass möchte ich hier einige Gedanken zur Integration der Apotheken in Suhr, Kaiseraugst und Dornach in die Lindenapotheken machen. Vom Moment der Anfrage zur Übernahme der Geschäftsführung bis zur effektiven Übergabe am 1. September verblieb wenig Zeit für lange strategische Überlegungen, einige Wochen nur. In erster Linie steht zu Beginn die technische Integration: wie laufen die Einkäufe, wie wird abgerechnet, welches ist die Betriebssoftware und so weiter.

Doch die eigentliche Integrationsarbeit ist eine fortlaufende und eine menschliche. Technische Integration kann angeordnet werden, so oder anders. Die Integration mehrerer Betriebe braucht Zeit und Geduld. Viele Übernahmen scheitern an verschiedenen Betriebskulturen, die nicht in Einklang gebracht werden können, Übernahmen machen nur dann einen Sinn, wenn daraus Synergien erwachsen, nur Grösse alleine ist kein alleiniger Erfolgsfaktor.

Doch wer bestimmt die Betriebskultur, die Übernehmenden oder die Übernommenen? Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten, gleich wie die Integration keine exakte Wissenschaft ist. Sehr viel hängt von den einzelnen Beteiligten ab. Bei Familienbetrieben wie den Lindenapotheken spielt sicher die Vorbildfunktion eine grosse Rolle. Integration kann nach meinen Erfahrungen nur in einem Klima des beidseitigem Zusammenarbeitens und der gegenseitigen Achtung und des Vertrauens gedeihen. Es braucht viel Fingerspitzengefühl, die Leute zu motivieren, Änderungen im Betriebsablauf vorzunehmen. In einem Umfeld der Angst oder des Gegenteils, des «Laissezfaire» entsteht Unterwürfigkeit, Ablehnung oder Disziplinlosigkeit, alles Bedingungen, die der Integration nicht förderlich sind. «Fordern und Fördern» ist auch heute noch einer der wichtigsten Maximen in der Mitarbeiterbewertung, dazu gehört die Anerkennung der Verschiedenheit und der Andersartigkeit aller Mitarbeitenden. Wichtig ist, dass es immer beide Seiten dazu braucht, wieviel Eigenständigkeit wird belassen?

Im Übrigen bin ich der Überzeugung, um nochmals auf die Zuwanderungsthematik zu sprechen zu kommen, dass wir in der Schweiz eine gute Art der Integration pflegen. Personen, die im Arbeitsprozess eingebunden sind, erfahren Anerkennung. Mit unserem dualen Ausbildungssystem erfahren alle, Einheimische und Zugewanderte, schon früh Anerkennung durch Leistung. Wir haben dadurch keine Ghettobildung und keine Massen von jungen arbeitslosen Berufsleuten, die im Leben keinen Sinn mehr sehen. Sinnvolle Arbeit und anständige Arbeitsbedingungen fördern die Integration, auch im gesellschaftlichen und politischen Umfeld. Das ist ein grosser Teil unseres Erfolges des Modells Schweiz. Tragen wir Sorge dazu, alle.

Das meint Ihr Lindenapotheker
Herzlichst!

Dr. A. Brunner

Zukunft leben

...mit Seitenblicken nach vorne schauend

Liebe Leserschaft, kennen Sie jemanden, der sich nicht um die Zukunft schert? Viel zu selten hörtman: "Mir ist die Zukunft schnurzpiepegal." Dabei sollte sie uns das sein. In Zukunftsdebatten geht es doch immer um Gegenwart. Denn die Gegenwart ist natürlich, wie man aus allen möglichen Realismusdebatten weiss, mit Zukunft und Vergangenheit aufgeladen.

Schuldverhältnisse sind das. Heute mehr in Hinblick auf die Zukunft. Denn das hat sich verschoben. Arbeiteten sich unsere Grosseltern eher an der Vergangenheit ab, arbeiten wir uns an der Zukunft ab, die ganz allgemein verwettet scheint, ins grobe Schuldverhältnis gebracht. Diese verwettete Zukunft steckt dann in unserer Gegenwart, die gerne etwas mehr Zukunft hätte und ahnt, daraus wird wohl nichts. 

Niemand lacht rückwärts
Wir sollten die Zukunft nicht als Restaurierungsmöglichkeit der Vergangenheit sehen. Niemand lacht rückwärts. Im Prinzip, das ist ja der Witz, versuchen die meisten Leute ja eigentlich nichts anderes, als möglichst gegenwärtig zu sein. Es irgendwie zu schaffen, in diese Gegenwart reinzukommen, die ihnen aus vielen Gründen - soziale, politische, rassistische, ideologische, gesundheitliche- verbaut ist. Oder man lässt sie nicht. Man sagt ihnen, sie seien vorgestrig, oder übersieht gleich völlig, dass sie da sind, da draussen in ihren Heimen oder da drinnen in ihrem Arbeitsalltag oder dort drüben in ihren Universitäten oder auch in den Reihenhäusern. Dabei wäre wohl genau das eine Idee: Das selbstbewusste und selbstbestimmende Individuum als Brückenbauer im Kleinen und im Grossen. Es scheint aber, dass sich lieber alle am eigenen gelben Jojo festhalten und irgendwie niemand dabei was zu lachen hat.

Der englische Schriftsteller D. H. Lawrence meinte: "Ich wurde trübsinnig, als ich an die Zukunft dachte. Und so liess ich es bleiben und ging Orangenmarmelade kochen. Es ist erstaunlich, wie es einen aufmuntert, wenn man Orangen zerschneidet und den Fussboden schrubbt." Als erster Schritt hin zu guter Laune sei Ihnen das ans Herz gelegt. Lachen passiert spontan und kann nicht geplant werden. Das Leben hört zwar nicht auf, ernst zu sein, wenn man lacht. Aber Lachen ist gesund.

Es freut mich, Sie zur weiteren Lektüre des "Lindenblatts" mit dem Thema Zukunft zu begrüssen.

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Ratgeber

Was haben ein Selfie und das eigene Wohlbefinden gemeinsam?

In der Vergangenheit kam es ab und zu vor, dass man von Touristen eine Kamera anvertraut bekam und gebeten wurde, ein Erinnerungsfoto zu schiessen. Dieselbe Situation würde heute vermutlich als befremdend empfunden. Auf die Hilfe anderer Personen ist man längst nicht mehr angewiesen. Das "Selfie" ist derart populär geworden, dass man sogar behaupten könnte, es repräsentiere die Gesinnung einer ganzen Gesellschaft. Vom gesunden Egoismus haben wir uns schon weit entfernt. Die von den sozialen Medien gefeierte und geförderte Selbstinszenierung grenzt teilweise bereits an Narzissmus. Ob eine solche Entwicklung störend ist, darüber lässt sich diskutieren. Ich bin jedoch der Meinung, dass das individuelle Wohlbefinden unter der momentanen Entwicklung leidet. Oft sind wir mit unserer Selbstdarstellung in der virtuellen Welt so beschäftigt, dass wir es mehr und mehr verlernen im realen Leben respektvoll miteinander umzugehen. Wie sollen wir nun Lösungen für die alltäglichen Probleme finden, wenn uns das Führen eines konstruktiven Gesprächs vermehrt Mühe bereitet?

Zugegeben, die Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nichta uf die Schattenseiten der modernen technischen Hilfsmittel reduzieren. Aber jeder von uns hat die Chance, seinen Beitrag zur Verbesserung der Rahmenbedingungen im Alltag zu leisten. 

Das beginnt damit, dass man Information und Gesprächspartner gezielter auswählt: Wem soll was mitgeteilt werden? Oft ist eine überlegte Antwort hilfreicher als zehn oberflächliche Reaktionen der vielen Freunde, mit welchen man vernetzt ist. Weiterhin empfiehlt es sich vor jedem gepfefferten Kommentar, sich in Erinnerung zu rufen, dass man dem Icon auf dem Bildschirm früher oder später im realen Leben begegnen wird und ein Offline-Gehen deutlich erschwert ist.

Die Reduktion der Selfie-Mentalität auf ein gesundes Mass ist ein Schritt zur Verbesserung des Wohlbefindens.

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Lassen Sie mich

mit einer Geschichte beginnen...

Unter einer Strassenlaterne steht ein Betrunkener und sucht und sucht. Ein Polizist kommt daher, fragt ihn, was er verloren habe, und der Mann antwortet: "Meinen Schlüssel." Nun suchen beide. Schliesslich will der Polizist wissen, ob der Mann sicher ist, den Schlüssel gerade hier verloren zu haben, und jener antwortet: "Nein, nicht hier, sondern dort hinten - aber dort ist es viel zufinster."

Haben Sie geschmunzelt? Finden Sie das absurd? Genau, diese Suche führt zu nichts. Trotzdem wird "mehr desselben" in sie investiert - mit dem Ergebnis: immer noch nichts.

Was wollten Sie als 4-jähriges Kind von Berufwerden? Baumkletterer? Gut möglich, wenn Sie in diesem Alter vom Baumklettern begeistert waren. Kinder sind ganz in der Gegenwart. Sie unterscheiden nicht, was sie jetzt für erstrebenswert halten und was später. Erwachsene Menschen denken im Schnitt eine Stunde am Tag an die individuelle Zukunft. Die einen malen sie in Gedanken als Herausforderung hell an, die anderen als Bedrohung düsterer. Meist vorsichtig ist die Vor(aus)sicht auf die globale Zukunft. Gesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sind im individuellen Bewusstsein nicht ausreichend verknüpft. Das Problem ist, dass eine Handlung, sowohl auf der Mikro- als auch der Makroebene, zu keiner direkten Konsequenz führt. Fehlt dieser Rückkoppelungseffekt, gibt es keine Transparenz über die lokale und globale Auswirkung meines Verhaltens.

Was bedeutet das für die Zukunft, wenn diese von den Menschen und ihren Bedürfnissen geprägt wird? Nur wenn wir als Individuum die eigenen Bedürfnisse befriedigen, ohne andere daran zu hindern - weder heute noch morgen -, handeln wir nachhaltig. Die direkte Konsequenz ist folglich unabdingbar für das individuelle Begreifen, dass Nachhaltigkeit nicht ein abgegriffener Begriff, sondern die Notwendigkeit für die allgemeine Zukunftsfähigkeit ist. Der Impuls des Umbruchs kommt immer aus der Gesellschaft.

Die Zukunft löst das Bestehende in grossen Brüchen auf, Zukunftsfelder greifen ineinander. Es ist an der Zeit, die Komfortzone der Vorstellung einer linearen und beständigen Zukunft zu verlassen. Ein ganzheitliches Sich-miteinander-in-Beziehung-Setzen ermöglicht es uns gemeinsam, die Struktur der Gesellschaft zukünftig zu verbessern und zu entwickeln. Vertrauen wir drauf.

Denken Sie, dass das 4-jährige Kind Baumkletterer wurde? Mit fünf Jahren war es wohl spannender, Taucher zu werden. Der Berufswunsch wurde an die Umstände angepasst. Es soll damit gezeigt werden, dass ein stures Festhalten an Anpassungen und Lösungen für Umstände, die irgendwann einmal durchaus ausreichend, erfolgreich oder vielleicht sogar die einzig möglichen gewesen waren, nicht sinnvoll ist. Diese Umstände ändern sich mit der Zeit, und die alten Anpassungen sollten angepasst werden. Aus schleierhaften Gründen betrachten wir aber die alten, irgendwann einmal bestmöglichen Anpassungen als die ewig einzig möglichen. Es fehlt der Blick für die neue Anpassung und für andere Lösungen. Das macht die Lage immer schwieriger, und wir sind der Überzeugung, dass wir unbedingt mehr tun müssen. Und was tun wir? Genau, wir investieren "mehr desselben" und erreichen? Genau, nichts.

Die Umstände und die Befriedigung von Bedürfnissen (Klettern, Tauchen) prägten unsere Berufswünsche als Kind. Stellen Sie sich die Frage: Wer bin ich, was kann ich, was macht mir Freude und was will ich werden? Ich verspreche Ihnen, Sie werden den Schlüssel finden, wahrscheinlich sogar an einem Ort, an dem Sie noch nie gesucht haben.

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Manifest: Gesundheit

Eigenverantwortung in der Demokratie

In der Vergangenheit lag die Verantwortung für die Gesundheit weniger in der Hand des Patienten als im Griff des Gesundheitssystems, die verantwortlichen Experten wussten schon, was gut für einen ist, und waren an der Vergangenheit, also an der Krankheit, orientiert. Als extremes Gegenteil dazu versteht sich die auf Eigenverantwortung ausgelegte Gesundheit, die fast schon religiöse Züge annehmen kann: Das Fitness-Studio und der Verzicht als Spender des ewigen Lebens. Krankheit wird moralisiert in dem Sinne, weil ein Verstoss gegen die Vorschrift, was Gesundheit sei und wie sie aufrechtzuerhalten ist, halt bestraft wird. Heute bewegen wir uns weg von diesen Diktaturen hin zu einer Demokratie. Die Gesundheit nicht in alleiniger Abhängigkeit entweder vom System oder vom Lebenswandel, sondern als Basis einer individuellen Lebensqualität. An diesem Kontext wird klar, an welchen Stellen der Körper nicht nur aus fachlich-medizinischer Sicht gesund gehalten werden kann, sondern darüber hinaus eine physische wie psychische, körperliche wie geistige Optimierung möglich ist. Es geht dabei sowohl um die Erweiterung gesellschaftlicher Teilhabe von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen als auch um die wertfreie Steigerung der Leistungsfähigkeit von Menschen, die nach gängiger Form gesund sind. Die individuelle Lebensqualität heute erlaubt den Einfluss auf ein gesundes, selbstbestimmtes Älter werden in der Zukunft.

Vertrauen und Zusammenarbeit
Die Gesundheit ist Statussymbol, mit das höchste Gut der unsrigen Wohlstandsgesellschaft. Gesund zu sein, genügt nicht - gesund bleiben manifestiert sich mehr denn je als persönliche Kernkompetenz. 

Das Gesundheitssystem wird zum Gesundheitsmarkt, der passive Patient zum selbstbewussten Gesundheitskonsumenten, der als diagnostizierender Beobachter des zu beobachtenden Diagnoseobjekts über die eigene, subjektive Gesundzufriedenheit mitbestimmt. Der heilbringende Erfolg der situativ kooperierenden Partnerschaft definiert sich ausgeprägter über Vertrauen und Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Auf eine Bedarfsanalyse wird verzichtet. Der Experten-Fokus liegt auf der sorgfältigen Filterung spezifisch relevanter Informationen und Daten. Dabei wird die Vereinfachung zu und der Austausch von relevanten Daten zwischen Kunde/Kundin und Experten und Verantwortlichen (zum Beispiel der Lindenapotheke) matchentscheidend sein. Das Therapiekonzept als Resultat der Gemeinschaftlichkeit ist transparent, offen und empathisch. Die Therapietreue wird durch das aktive Mitbestimmen der Medikation zusätzlich motiviert, Unsicherheit gleichzeitig minimiert. Die Gesundheit der Zukunft passiert nicht nur für, sondern immer mit dem Patienten.

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Englischlehrer oder Zukunftsgelehrter?

Zeit verlieren, sparen und gewinnen - Zeit ist Geld: alles ist Illusion

Englisch war für mich das zweitunbeliebteste Schulfach. Wir lasen während gefühlter 14 Jahre "The Fifth Child" von Doris Lessing. Pflichtbewusst konsumierte ich den Unterricht, frei jeglicher Erwartung eines schönen Augenblicks. Es war das zweitletzte Schuljahr der Kantonsschule. Zukunftsgedanken kreisten um die Studienwahl und wurden angeregt in der Mädchenklasse diskutiert. Der schöne Augenblick kam überraschend: "Man verliert kein Jahr, wenn man sich für eine Studienrichtung entscheidet, dann aber realisiert, dass man etwas anderes will. Man gewinnt an Erfahrung ", erklärte uns der Fachlehrer, Herr R., ungefragt in smarter Gelassenheit.

Die Vorstellung, sich für das falsche Studium zu entscheiden, beunruhigte einige von uns - es drohte immerhin der Verlust eines Lebensjahrs. Ausserdem drängte sich in die Vorstellung des möglichen Szenarios ein unangenehmer Nebel des Scheiterns. Heute ist klar: Zeit zu verlieren, ist nicht möglich - genauso wenig wie Zeit zu sparen oder Zeit zu gewinnen.

Die Lebenszeit summiert Augenblick um Augenblick, die, abhängig von der Erlebnisqualität, unterschiedlich lang empfunden werden. Entscheidend ist, wie ich etwas mache, besonders langweilige Tätigkeiten oder ungünstige Entscheidungen. Das dauert manchmal länger, die Zeit geht aber schneller vorbei.

Die Schnecke hat die Beine gebrochen
An gleicher Stelle, kurz vor den Weihnachtsferien, drehten sich die Gespräche um die Gestaltung der freien Tage. Herr R. hatte offenbar Gefallen am situativen Streuen von Ratschlägen gefunden: "Wenn man jeden Tag ähnlich verbringt, empfindet man, dass die Zeit der Ferien viel zu schnell vorbeigeht." In Anbetracht der Tatsache, dass ich vorhatte, jeden Tag auszuschlafen und anschliessend kitschige Weihnachtsfilme im Fernsehen zu schauen, verstand ich diese pädagogische Botschaft nicht. Meine Erfahrung anhand der Lektüre von D. Lessing war nämlich, dass sich die Zeit bei Langeweile in eine Schnecke mit doppeltem Beinbruch verwandelt. Heute ist klar: Es geht um schnelles und langsames Denken. Ca. 70% des Alltags denken wir schnell. Das heisst, wir reagieren und entscheiden automatisch und rational. Die Gewöhnung an gleichförmige Routine und aufmerksamkeitsklauende Dringlichkeit verhindert emotionales Erleben, verhindert das langsame, sich öffnende Denken, verhindert, dass wir ganz bei einer Sache sind.

Zeitlos
Beim Verlassen des Schulzimmers blickte ich jedes Mal für einen Augenblick auf eine Postkarte, auf der stand: "There is no furniture so charming as books." Es gibt keine Möbel, die entzückender sind als Bücher. Toll. Drei Perspektivenwechsel mit Nachhaltigkeit. So geht Lernen.

Erfahrungen aus der Schulzeit von M. Brunner

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Herzlich willkommen

in der Lindenapotheke-Familie

Unsere Lindenapotheken sind Ihre Anlaufstellen im Suhrental und Baselbiet für sämtliche Fragen zu Gesund- und Schönheit. Mit der Integration der drei neuen Standorte Dornach, Kaiseraugst und Suhr konnten wir die Substanz und Beratungsqualität unseres Familienunternehmens nochmals steigern. Mittlerweile stehen Ihnen bei uns mehr als 120 Mitarbeitende mit geballter Fachkompetenz in allen Gesundheitsbereichen zur Verfügung. Wir sind stolz, die besten Frauen und Männer in unseren Teams zu wissen. Wir stehen für eine persönliche und umfassende Beratung, die für sich schon eine Art der Behandlung ist. Unser Sortiment an den einzelnen Standorten reicht weit über den rein pharmazeutischen Bereich hinaus: Kosmetik und Schönheit, Reform und Ernährung, Alternativmedizin, Hörberatung, Sanitätsartikel, Blutdruck-, Blutzucker-, Cholesterinmessungen, Beratung bei Rauchstopp, auch Geschenkgutscheine und kleine Geschenkartikel, mit denen Sie Ihren Liebsten bestimmt auch eine Freude bereiten können. Im September 2015 konnten wir unseren Wirkungsbereich erweitern und die Apotheken in Suhr, Kaiseraugst und Dornach den Lindenapotheken angliedern. Einen Zuwachs in dieser Grössenordnung ist eine Aufgabe, die fordert wie fördert. Der bisherige Verantwortliche, Erich Kunz, trat mit dem Wunsch nach Veränderung auf die Lindenapotheke zu. Gemeinsam suchten wir Lösungen, um Kundschaft und Personal Sorge zu tragen. 

Wir danken besonders den Verwalterinnen Monika Wilders, Raffaela Paternostro, Lisa Runyon und allen Teams für das wohlwollende, kooperative und offene Auftreten uns gegenüber. Durch ständigen Austausch und umfassende Zusammenarbeit in all unseren Filialen (und über diese hinaus) optimieren wir unser Wirken in der Bevölkerung und schaffen laufend neue Muster, um dem Wunsch nach Wohlbefinden und Lebensqualität intern und extern gerecht zu werden. Wir freuen uns sehr, Sie an nun mehr 10 Standorten willkommen zu heissen. Wir freuen uns auf die Verantwortung und Ihr Vertrauen.

Isabelle Brunner
Gemeinsam mit Dr. Andreas Brunner verantwortlich für das Personalmanagement in allen Lindenapotheken

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Suhr

Kaiseraugst

Dornach

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Zukunft

das Kommende kommt

Der Begriff Zukunft ist wortgeschichtlich eine abstrakte Bildung von "kommen" und "zu". Die Bedeutung des Substantivs war in der alten Zeit also "das Herankommen". Im Duden findet sich die heutige, primäre Bedeutung als "Zeit, die noch bevorsteht, die noch nicht da ist; die erst kommende oder künftige Zeit (und das in ihr zu Erwartende)", auf individueller Ebene zeigt der Begriff den "persönlichen, künftigen Lebensweg" an.

Der Zeitpfeil sucht das Ziel
Die Zukunft wird beschrieben als Zeitraum, der dem gegenwärtig erlebten Zeitpunkt nach folgt. Der ehemalige und aktuelle Sinn von "Das Herankommen" und "das Kommende" unterscheiden sich insofern, dass "das Herankommen" zwei Bewegungsrichtungen in der Dimension der Zeitmöglich macht: einerseits könnte sich die Gegenwart auf einen bevorstehenden, aber definierten Zeitpunkt zubewegen, was konsequenterweise irgendwann ein Ankommen / Erreichen dieses Punkts zur Folge hätte, andererseits kann gedacht werden, dass dieser Punkt auf dem Zeitpfeil selber rückwärtsgerichtet der Gegenwart entgegen kommt."Das Kommende" impliziert ausschliesslich eine einzige Richtung des Zeitpfeils, ermöglicht aber die Bewegung in der Raumdimension. Die Zeitrichtung beobachten wir im Alltag: Das Aufeinanderfolgen von Tagen, der Wechsel der Jahreszeiten, das Prinzip, dass die Ursache eines Ereignisses der Wirkung voraus geht -die Tasse fällt vom Tisch, bevor sie in Scherben zerspringt. Stellen Sie sich vor, dass Sie die Geldbörse beim Verlassen des Hauses auf dem Küchentisch haben liegen lassen. Wenn Sie zurückgehen, um diese zu holen, bewegen Sie sich aus räumlicher Sicht zurück und wieder vor. Die Zeit schreitet voran.

Die Uhr zeigt nicht die Zeit
Der Blick auf die Uhr und das hörbare Ticken ihrer Zeiger geben keine Auskunft über das Wesen der Zeit. Chronometer sind vom Menschen geschaffene Instrumente und dienen dem Effekt, Zeitmessbar und dadurch kontrollierbar machen zuwollen. Die Kontrolle der Zeit ist eine Illusion. Sie ist der Versuch von Stabilität, von utopischer Unabhängigkeit gegenüber Umweltprozessen, die dem Prinzip des Wandels gehorchen.  

Die Unvorhersehbarkeit der Zukunft und die Angst vor Krisen fördern oftmals das Bedürfnis, Sicherheit produzieren zu wollen. In der Folge wird auf bewährten Strukturen und Routinen beharrt. Die Realität wird mit den Augen von früher betrachtet. Man bleibt, was man schon immer war. Veränderung bedeutet das bewusste Aufbrechen alter Verhältnisse, das Entwickeln von Kompetenzen im Umgang mit Krisen, die Möglichkeiten neuer Kreativität und Umgestaltung. Veränderung passiert nicht in der Vergangenheit. Veränderung passiert in der Zukunft.

Kopierbare vs. mitgestaltete Zukunft
Anstatt des automatischen Denkens hilft bewusste Perspektivarbeit. Die Öffnung der Sichtweise ermöglicht eine aktive Entscheidung darüber, wann die eigene Zukunft nicht mehr kopierbar ist. Was gestern unmöglich schien, ist morgen selbstverständlich. Unsere Sinne, unser Bewusstsein fesseln uns an den vierdimensionalen Raum, das Gewohnte ist behaglich - das Gehirn selber jedoch ist hochdimensional: 100 000 000 000 (hundert Milliarden) Nervenzellen funken darin herum mit bis zu einer halben Trillion Verbindungen, was ungefähr vergleichbar ist mit der Anzahl Blätter im Amazonas-Regenwald. Sowohl Zellen als auch die relative Zeit sind Bewegung - Bewegung ist Leben.

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Die Zukunft der Frauen

gezaubert vom Magier der Elektrizität...

Nikolas Tesla (1856 - 1943), Ingenieur, Physiker, Visionär, revolutionierte mit der Erfindung des Wechselstroms die Welt. Schauen Sie sich um! Alle elektrischen Geräte, die drahtlose Kommunikation- das Smartphone - hat Tesla initiiert. Energie wurde übertragen und überall verfügbar. Die Nacht wurde zum Tag. Als Visionär der Moderne sinnierte er kurz vor dem 19. Jahrhundert bereits über die kabellose Übertragung der Energie und deren zukünftiger Verwendung. Gegenwärtig bestimmen wir als Gesellschaft, welche Technologien sich durchsetzen. Die Reflexionen Teslas liefen ihrerseits auf einen grundlegenden Wandel in der Kultur der Gesellschaft hinaus: 1926 erschien ein Zeitungsinterview mit dem Titel "When Woman is Boss". Tesla prognostizierte der Selbstbestimmung der Frau entscheidende Auswirkungen auf die Welt von morgen: Das Abrackern der Frau Richtung Gleichstellung werde in einer neuen Geschlechterordnung enden, in der die Frau dem Mann übergeordnet sein werde. Der technologisch verursachte, uneingeschränkte Zugang zu Bildung und Verbindung und als logische Wirkung nach einer bestimmten Zeit das Gleichziehen mit dem Mann auf dem Level des Wissens. Und dann überholt sie ihn. Als Grund nennt Tesla die Stimulierung schlafender Gehirnbereiche zu intensivster Aktivität. Vergangenes wird ignoriert, und das sei der Start für den Fortschritt der Zivilisation.

. . . oder die Zukunft der Arbeitswelt?
Die Verschiebung hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft, hochgradig mobil und ungeduldig, verlangt von den Unternehmen Innovation. Produktive, flexible und motivierte Mitarbeiter sind unverzichtbar. Ein produktives, motiviertes Umfeld und - Tesla sei Dank - flexible Arbeitsformen sind allerdings die Voraussetzung für Leistungsfähigkeit. Dies bedeutet in erster Linie ortsunabhängiges Arbeiten, das es ermöglicht, Beruf und Familie sowie persönliche Interessen unter einen Hut zu bringen. Arbeitswelten und Lebenswelten transformieren sich und bieten dem Individuum neue Möglichkeiten. Die Vereinbarung von Kind und Karriere ist längst kein exklusives Frauenthema mehr. Im Gegenteil - aktuell diskutiert man, was einen guten Papi aus macht und ob er die beiden "K" miteinander vereinbaren kann. Modetrends wie der Vollbart beim Mann und gesellschaftliche Entwicklungen wie die Regenbogenfamilie gehören ebenfalls zu diesem Themenkomplex.

Führungspositionen: Frauen fehlen
Tesla prophezeite, dass die Frauen schrittweise in den Besitz von Leadership kommen. Sowohl er als auch der öffentliche Diskurs um die Gleichstellung der Geschlechter gehen davon aus, dass die Frau in eine strategische Führungsposition will, ihr Weg allerdings blockiert wird. Hier gilt, unabhängig vom Geschlecht, dass die Übernahme einer Führungsposition gar nicht angestrebt wird: Führen bedeutet zwangsläufig weniger fachliche Arbeit, die relevanter eingestuft wird. Immerhin hat man sich irgendwann für eine fachliche Ausbildung oder ein Studium entschieden. Nicht alle Menschen tun dies mit dem Gedanken, die fachliche Arbeit möglichst bald zu Gunsten von Managementarbeit aufzugeben.

Die ersten Schritte in der Führungskarriere führen oft ins mittlere Management. Es wird kaum Entscheidungsspielraum gewonnen, man setzt Entscheidungen des höheren Managements um. Das ist nicht attraktiv, weder für Männer noch für Frauen. Beispiele zeigen auch, dass in bestimmten Abteilungen ein Mehr der Fachkräfte mehr verdient als die Abteilungsführung.

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