39 Jahre Lindenapotheke

Am 6. Dezember 1976 übernahm ich, damals 28-jähriger Jungapotheker, die erste Lindenapotheke im aargauischen Oberentfelden. Neben dem Eingang zur Offizin stand die namensgebende Linde - gepflanzt 1951 von Dr. Josef Haefely, meinem von mir bewunderten Vorgänger.

Die Linde zeichnet eine aussergewöhnliche Überdauerungsstrategie in Kälte, Hitze, Schatten, Trockenheit und Verschmutzung aus. Das in der Natur vorgefundene vorbildliche Zusammenspiel von Beharrlichkeit und Veränderung übertrug ich auf die Apotheke.

Haben Sie gewusst, dass die Linde bei den naturverbundenen keltischen Volksstämmen ein heiliger Baum war? Die Dorflinde war der soziale Mittelpunkt eines Ortes, Treffpunkt zur Gemeinschaft und Geselligkeit. Die Linde stand als Wegweiser für Fragende, als Gerichtsbaum gab sie Gerechtigkeit, sie linderte Krankheit und spendete Heilkraft, sie halbierte Leid und Trauer, bedeutete Hoffnung und besiegelte Liebesversprechen.

Die Linde hat ihren Namen wahrscheinlich wegen dem weichen, biegsamen Holz. Wenn in Bezug auf Schmerzen, Krankheit oder Not von Linderung oder lindern die Rede ist, soll etwas Schweres und Heftiges leichter, weicher oder milder gemacht werden. In diesem Zustand ist das harte Übel dann zu bearbeiten, zu modifizieren.

Mein Antrieb ist, dass Sie die Lindenapotheken aufsuchen, um entweder wieder in den Zustand von Gesund- und Zufriedenheit zu erlangen oder diesen zu konsolidieren.

Ich werde die Lindenapotheken, Ihre Zentren des Vertrauens und der Verantwortung, auch über das kommende 40-Jahr-Baumring-Jubiläum hinaus erhalten.

Dr. Andreas Brunner
Ihr Lindenapotheker

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Dez'15: Neue Standorte in Dornach, Kaiseraugst und Suhr

Lindenblatt Dez'15 (für Grossansicht auf Bild klicken)

Die Lindenfamilie bekommt Zuwachs
Im Dezember'15-Lindenblatt versuchen wir, etwas Licht in die Zukunft zu bringen. Ich bin der Meinung, dass die Art und Weise, wie wir Fragen in Bezug auf das kommende formulieren, uns Anhaltspunkte und Antworten darüber aufzeigen kann.

Die Lindenapotheke: Bestand und Veränderung

Als ich Ende Sommer mit der Frage konfrontiert wurde, ob ich die Geschäftsführung der drei Apotheken von Erich Kunz übernehmen wolle, beschäftigte ich mich mit solchen Überlegungen. Während den letzten 39 Jahren gelang innerhalb der Lindenapotheke die Entwicklung von Zuständigkeiten, Kompetenzen und Abläufen, so dass ich mir angewöhnt habe, Zukunftsangst bei strategischen Entscheidungen nicht mitspielen zu lassen. Ich bin auch nicht der Auffassung, dass man sich auf den schon erreichten Lorbeeren ausruhen sollte. Für mich war stets wichtig, dass die Lindenapotheke in einem ausgewogenen Zusammenspiel von Bestand und Veränderung funktioniert. Die Grundlage dafür sehe ich in der Loyalität, aber auch im Bedürfnis nach persönlichen und fachlichen Fortschritten aller meine Mitarbeitenden. Diese Veränderungsfähigkeit lässt spannende Möglichkeiten entstehen.

Die matchentscheidenden drei Punkte
Zurück zur Gegenwart: Erich Kunz bot mir die allgemeine Geschäftsführung der Apotheken in Dornach, Kaiseraugst und Suhr an. Das bedeutet drei neue Standorte zu den bisherigen in Entfelden, Füllinsdorf, Rupperswil und Schöftland. Der Entscheidung zur Verstärkung der Lindenapotheke liegen drei Gedanken zu Grunde: 

1. Bedürfnisse und Strategie
Ich liess mich von der Überlegung leiten, dass eine Apotheke als erste und direkte Anlaufstelle für Gesundheitsfragen von der Bevölkerung immer als Notwendigkeit angesehen wird. Ich als Apotheker sehe mich in der Pflicht mit den Lindenapo-Filialen exakt diese Aufgabe auszufüllen. Es braucht eine kritische Grösse, um auch weniger nachgefragte Disziplinen anbieten zu können. Synergien schaffen und nutzen - das ist die Herausforderung.

2. Verknüpfte Standorte ergeben Synergien
Eine zweite Ueberlegung ist die, dass der Standort Suhr in der Mitte zwischen Entfelden und Rupperswil gelegen, punktgenau ins Leitbild der Lindenapotheken passt. Die zwei Apotheken nördlich des Jura, Kaiseraugst und Dornach stärken den bisher einzigartigen Standort Füllinsdorf. Mit drei Apotheken in der Regio basiliensis lassen sich auch vermehrt Marketingaktivitäten in jener Region durchführen. Ich denke zum Beispiel an ein Lindenforum dort.

3. Die Mitarbeitenden als Herzstück
Als letztes denke ich immer daran, dass jede Herausforderung als eine Chance angesehen werden muss. Die persönliche Beratung als Dienstleistung stand immer und steht immer noch im Mittelpunkt unseres Tagesgeschäfts. In allen zehn Filialen kümmern sich fähige, geschulte und einfühlsame Fachleute um Ihr Wohlergehen. Es gibt Kernbereiche, die bei allen Veränderungen gleich bleiben. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit motivierten Leuten, die jeden Tag ihr Bestes geben. Dafür gebührt allen zuerst einmal Anerkennung und ein herzliches Dankeschön.


Im Jahr 2016 werden es 40 Jahre, dass ich mich - damals mit 28 Jahren - selbständig machte. Mehr denn je freue ich mich auf die Zukunft.

Das meint ihr Lindenapotheker

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